Alexander Instituut

Het Alexander Instituut is een praktijk voor Natuurgeneeskunde en Bio-informatie Therapie.

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Ihre Beschwerde ist oft nur die 'Spitze des Eisbergs', weshalb f¨r die Behebung auch 'unter Wasser' geguckt werden muss!

Psycho-Logik

Psycho-Logik und die verhängnisvolle Vermischung von Denken und Fühlen als Ursache von psycho-somatischen Erkrankungen

Prof. Dr. Max Lüscher

Gefühl und Vernunft

Man reagiert auf eine Empfindung entweder vernünftig und der Realität angemessen oder unvernünftig, weil man aus dem Gefühl einer ego-zentrischen Befangenheit reagiert.
Darum können zwei Menschen, wenn sie gegen eine Tischkante stossen, unterschiedlich reagieren.
Der Stoss versetzt beide in eine Erregung. Jedoch der eine schimpft: “Diese blöde Tischkante geht mir auf die Nerven”. Die Empfindung des Stosses bewirkt bei ihm eine Überreizung. Sie erzeugt eine psycho-somatische Belastung und dadurch das Gefühl des Widerwillens.
Der andere ist ebenfalls erschrokken und findet: “An diese Tischkante kann man sich stossen. Ich muss den Tisch vielleicht anders stellen”. Die Haltung ist eine der Realität angemessene und daher vernünftige Reaktion. Die Vernunft erzeugt keine psycho-somatische Belastung.
Diese zwei unterschiedliche Haltungen, die der Realität angemessene Vernunft einerseits und anderseits die egozentrische Gefühle, diese beide Haltungen bestimmen, wie man sein Leben gestaltet.
Die egozentrische Haltung führt zu Konflikten, zu Misserfolge, zum Scheitern und auch zur körperlichen Erkrankung. Die der Realität angemessene, vernünftige Haltung führt zum Verständnis der Situation und zur Offenheit gegenüber anderen Menschen. Sie ist die Voraussetzung zur psychisch-somatischen Gesundheid. Sie ist zugleich die Voraussetzung zu einer verständnisvollen ethischen Haltung gegenüber anderen.
Die zwei gegensätzlichen Haltungen, die vernünftige und die egozentrische, bestimmen nicht nur den Alltag, sondern auch den Verlauf des eigenen Lebens. Jeder ist frei, seinem Leben entweder einen vernünftigen Sinn zu geben, oder es im sinnlosen Teufelskreis von egozentrischen Gefühlen und Konflikten zu vergeuden.

Die gesunde Selbst-Steuerung durch die Vernunft
Das der Realität angemessene Verständnis erreicht man, wenn man sich bei jeder Verstimmung fragt: “Was habe ich missverstanden, dass ich mich ärgere, dass ich beleidigt bin, dass ich enttäuscht oder unzufrieden bin”. Die Fragen sind auch dann erforderlich, wenn man zwar selbst im Recht ist, aber die Situation des anderen oder der Gesellschaft nicht versteht.

Das egozentrisch-emotionale Bewusstsein
Meist wird die Empfindung des physiologischen Zustandes, z.B. der Erregung, mit einer Vorstellung (im Neocortex) gekoppelt. Zum Beispiel mit der Vorstellung: meine Kollege ärgert mich. Zwischen der Vorstellung “Meine Kollege” und der physiologischen “Erregung” besteht eine ständige Rückkopplung und Wechselwirkung. Weil ich erregt bin muss ich an diesen Kollege denken, weil ich an diesen Kollege denke, rege ich mich auf.
Diese Wechselwirkung schaukelt sich auf und bewirkt eine Verstärkung. Weil man den anderen für den Verursacher halt und ihm die Schuld gibt, fühlt man sich im Recht und fühlt sich in der egozentrischen Meinung verstärkt.

Die Unvernunft als Krankheit
Durch die Rückkopplung der egozentrischen Emotionen entstehen stark wirksamen Motivationen. Sie können sich zur explosiven Heftigkeit steigern, z.B. bei der unbegründeten Eifersucht (Othello) oder der sogenannten borderline Reaktionen.
Nicht heftige, dagegen chronisch fixierte Rückkopplungen sind z.B. Vorwürfe gegen den Partner: “Das ist wieder typisch….”, “Du hast doch immer…”, “Du kannst doch nie…”.
Bei der Unvernunft als Krankheit wird die emotionale Egozentrizität nicht als die eigene Ursache erkannt. Die Schuld wird auf einen anderen Menschen, auf den Partner, auf das Kind, auf die Kindheit, auf eine Situation oder auf ein Objekt projiziert, z.B. “Diese dumme Tischkante”.
Eine Vorstellung, die der Realität nicht angemessen und daher unvernünftig ist, wird immer masslos überbewertet oder masslos abgewertet. Sie explodiert zur Schwärmerei bei der Verliebtheit, bei Rockkonzerten, im Fussballstadion oder bei konfessionellen und politischen Massendemonstrationen. Oder sie äussert sich als Abwertung, als Missachtung und Verachtung oder als agressive Intoleranz und Negation: “Die anderen sind blöd”. Oder als Voreingenommenheit: “Das ist doch alles Quatsch”.
Durch die ständige Rückkopplung wird der egozentrische Zustand zum abnormen, oder angewöhnten Selbst-Gefühl, z.B. man ist ständig beleidigt: “Man wird mir nicht gerecht”, “Man demütigt mich”. Oder man ist gehemmt: “Ich kann es ja doch nicht”. Oder eingebildet: “Ich bin der Beste”.
Die meisten Menschen verharren in einem dieser un-vernünftigen, egozentrische Zustände. Sie sind verärgert, agressiv, verletzend, trotzig oder arrogant, beleidigt, enttäust oder sie klagen, weinen und bedauern sich. Oder sie sind schwärmerisch und unvernunftig leidenschaftlich. Durch die ständige Rückkopplung wird der egozentrische Zustand zum fortwährend bestehenden Bewusstsein und angewöhnten, aber abnormen Selbst-Gefühl.
Das abnorme Selbst-Gefühl erzeugt die vorherschende Haltung und verursacht die psycho-somatische Krankheitsdisposition. Wenn es fixiert ist, entsteht der paranoïde Wahn, z.B. der Grössen-Wahn oder das lähmende Minderwertigkeitsgefühl und die verschiedene Formen der Angst.

Der emotionale Angelhaken
Viele können sich trotz ihres Verstandes und trotz ihres besseren Wissens von einer schädlichen Bindung nicht lösen. Sie sagen: “Der quälenden Angelhaken sitzt nicht im Kopf, sondern irgendwo anders: z.B. im Herzen oder im Bauch”.
Warum kann man den schädlichen Angelhaken trotz besserem Wissen, trotz Einsicht und Verstand nicht entfernen? Weil die Vorstellung (im Neocortex) an das Gefühl (im limbischen System) gekoppelt ist. Dieses Gefühl besteht als Bedürfnis nicht allein zu sein oder nach sexueller Befriedigung oder als Erinnerung an glückliche Augenblicke. Das Wissen und der Verstand können die schädliche Rückkopplung und der Teufelskreis zwischen Vorstellung und den quälenden Gefühlen nicht entkoppeln und nicht aufheben.

Die Entkopplung
Die illusionären Wunsch-Vorstellungen sind der Angelhaken, an dem wir hängen.
Aus der Sackgasse der Rückkopplung gibt es nur den Ausweg über die Vernunft. Vernunft ist die Einsicht in die objektive Wirklichkeit. Die Vernunft respektiert die Wirklichkeit und nimmt sie ernst, ohne Konzessionen zu machen. Sie erfordert den Willen zur Wahrhaftigkeit und verlangt eine unerbittliche Selbstdiziplin. Die lässt keine Ausreden zu.
In dem Augenblick, da man sich zur Selbstdiziplin und Wahrhaftigkeit entschieden hat, in dem Augenblick hat die Vernunft begriffen, was der Verstand zwar wusste, aber nicht bewirken konnte. Dieser Augenblick ist das Aha-Erlebnis. Man sagt: “Jetzt ist mir ein Licht aufgegangen” oder “Jetzt ist der Groschen gefallen”.
Das der Realität angemessene Bewusstsein
Werden egozentrische über- oder unterbewertete Emotionen vermieden, dan kann die Realität angemessen und vernünftig beurteilt werden, dann erlebt man eine harmonische Übereinstimmung mit der Realität. Sie fördert die Kommunikation und die emotionale Resonanz, das vernünftige Denken, das ästhetische Erleben und das praktische Handeln.
Das der Realität adäquate, vernünftige Bewusstsein ist das Ziel der tägliche Selbst-Steurung, der Erziehung, der Pädagogik, einer vernünftigen Psychotherapie (Coaching) und einer psycho-somatischen Medizin.

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